Der Hafen

Projekt 10: "Der Hafen"

Was hat ein Hafen auf dem Graswurzelhof zu suchen? Eine berechtigte Frage. Die Antwort darauf ist einfach – der Name ist schlichtweg aus Qautsch entstanden. Trotzdem ist die Bezeichnung für diesen Schuppen gar nicht mal so unpassend. Sinnbildlich bedeutet der Hafen ein Ort der Sicherheit, dort will man ankommen. Für uns ist dieser Schuppen schon jetzt, in seinem desolaten Zustand, ein Ort, wo wir immer wieder gerne zusammen kommen. Was wir uns wünschen ist, dass in Zukunft nicht nur wir uns gerne hier aufhalten, sondern alle, die Lust darauf haben. Und warum sollt ihr euch hier auch wohlfühlen? Weil es ein Ort der Begegnung und Zusammenkommens werden soll. Hier werden spannende Workshops und Seminare stattfinden, hier wird zusammen musiziert und Yoga praktiziert. Dieser Ort soll nicht nur uns gehören – ihr könnt den Raum ganz für eure Zwecke gegen eine Spende oder ein „Tauschgeschäft“ nutzen. Das klingt doch nach einem fairen Hafenhandel, oder? 🙂

Eine eigene Webseite hat unser Hafen auch bekommen: https://hafen.graswurzelhof-au.de

Unser Hafen soll keine glatt verputzen weißen Wände bekommen, nein, er soll seinen charmant unfertigen Look behalten. Der Raum soll einen ordentlichen Boden, eine gedämmte Decke, Fenster und Türen bekommen.  Alles andere – werden wir dann sehen 🙂

Na, wer erkennt das? 🙂 Damit haben wir angefangen: Auf dem Dach lagen, leider falsche Dachpfannen drauf und es hat deshalb an einigen Stellen ordentlich reingeregnet. Schnelle und günstige Lösung sind die Dachpappeschindeln gewesen. Und so wie der Name „Hafen“ aus Qautsch entstanden ist, entstand auch diese Qautschidee die Dachpappeschindeln in einem Muster zu verlegen.  Warum auch nicht. Es ist unkonventionell, lustig und einzigartig!

Die Zwischendecke – ja, die muss noch gemacht werden, wie man sieht. Zur Zeit lagern wir hier unser Bauholz und es soll in Zukunft auch so bleiben, nur man würde das dann von unten nicht mehr sehen. Mit Freunden und Bekannten und allen, die Lust haben wollen wir in einer Bauwoche dieses Projekt vorrangig angehen.

Die Bauwoche war großartig und hat so viel Spaß gemacht. Mit gemeinsamen Kräften haben wir auch alles geschafft. Die Zwischendecke ist fertig, sie ist gedämmt und genug Platz für das Bauholz ist auch da. An anderen Projekten wurde auch weiter gearbeitet. Gemeinsam ist eben gut!

2023 war ein etwas anstrengendes Jahr, da haben wir sehr viel Power und Zeit investieren müssen in Dinge, die uns nicht so viel Spaß machen. Wir haben uns entschieden mit einer Förderung zu versuchen – es ist auch geglückt, aber wie gesagt, es war ein unheimlicher, nervtötender bürokratischer Krampf 🙂 Aber gut, nichts gibt es umsonst und wir haben jetzt etwas Spielgeld, um unseren Hafen auf Fordermann zu bringen. Auch wenn die Reihenfolge anders besser wäre, aber aus verschiedenen langweilgien fördergeldspezifischen Gründen haben wir mit dem Boden angefangen und hier ist das Ergebnis!

Ein paar Ausschnitte vom Entstehungsprozess

Spielereien müssen sein 🙂 Der Betonsockel ist kaschiert mit Muscheln, die in Lehm eingearbeitet sind

EUnd wenn es noch einiges zu tun gibt in unserem jetzt schon gemütlichen Hafen finden hier bereits regelmäßig Veranstaltungen und unsere „Tote Qualle Bar“ erfreut sich großer Beliebtheit

Die Wände haben eine neue Gestalt angenommen – fast schon gewöhnungsbedürftig 🙂 Mit gemeinsamen Kräften haben wir an 2 Wochenenden den kompletten Raum mit Lehm verputzt. Einige Stellen, wo Ziegelsteine zu sehen sind, haben wir absichtlich ausgelassen. Wir finden das charmant, wenn es etwas „unfertig“ aussieht 🙂 Ach ja, vorher war der Elektriker hier und hat angefangen mit Kabelverlegung, Steckdosen und dem ganzen Kramm. Bald haben wir auch noch Strom! Yahooo!

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